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Die Tage in der Klinik, Tag zwei

Der zweite Tag begann wie der erste geendet war. Ich habe immer noch das Gefühl unter Strom zu stehen. Ich glaube das ich immer noch Alkohol im Blut habe.Mein Herz rast wie irre als ob es die Gesamtzahl seiner schläge an diesem Tag erreichen will. Mir wäre es recht. Ich will sterben. Am Nachmittag wollte meine Tochter zu mir kommen.Oder war sie gestern schon da? Ich weiß es nicht. Egal, ich weis nur das sie mir sehr geholfen hat. Ob am ersten oder zweiten Tag ist ja auch egal. Ich bin die meiste Zeit nicht auf Station. Ich laufe rum und bin die meiste Zeit auf der Dachterrasse zum rauchen. Wenn ich nicht rauche,trinke ich einen Kaffee nach dem anderen. Ich schätze mal das so um die fünfzehn bis zwanzig Tassen zusammen kommen. Essen kann ich nichts. Ich habe das Frühstück noch auf dem Zimmer bekommen. Gegessen habe ich nichts. Nur Kaffee getrunken. Die visite habe ich nicht mit bekommen. Ich bekomme sowieso nichts mit. Mein leben hat keinen Sinn mehr. Die einzigen Momente in denen ich klar denken kann sind die in denen ich an meine Kinder denke.Sie sind auch der einzige Grund warum ich Überhaupt weiter lebe. Irgendwann ist mittag und Vesper. Ich gehe nun in die Kantine. Kaffee und .....nichts weiter. 18:00 Uhr Abendessen. Ich habe nun doch etwas Hunger. Ich hole mir Kaffee, Brot,Wurst und Butter. Ich muss mich zwingen etwas zu essen. Ich beisse zweimal von dem Brot ab und bin satt. Egal, vielleicht geht es ja morgen besser. Es ist ca.sieben Uhr abends. Fernsehen möchte ich nicht. Die Werbung kotzt mich an. Im werbefreienTv kommt nur mist. Also hole ich meine Bücher raus und lese. Es wird 22:00 Uhr und später. Ich werde nicht müde. Mein Herz rast immer noch. Irgendwann gegen 23:00 Uhr lege ich mich ins Bett. Mein Körper bebt. Es ist kein zittern es ist als ob ich auf einem Bett liege das im hochfrequenten Bereich vibriert. Ich stehe auf und gehe auf den gang um zu lesen. Bis früh um drei gehe ich rauchen, und Kaffee trinken und lesen. Um drei lege ich mich wieder hin. Das beben kommt zurück. Ich gehe zur Nachtschwester um sie zu bitten mir ein Schlafmittel zu geben. Die Antwort.... nein. Soviel zum Thema gute Versorgung im Krankenhaus. Ne, ohne Scheiss, ich war eigentlich recht zufrieden. Aber ich bin auch extrem anspruchslos.Ich bin schon zufrieden wenn ich nicht allein sein muss. Vier Uhr früh, ich bekomme Bauchschmerzen. Heftig, brutal. Ich jammere und weine. Die schmerzen sind unerträglich. Nun klingel ich doch nach der Schwester. Sie kommt nach kurzer Zeit und merkt wie schlecht es mir geht. Nach zehn Minuten ist ein Arzt bei mir und ich bekomme ein Schmerz- und ein Schlafmittel. Endlich kann ich etwas schlafen, ohne schmerzen. demnächst mehr zum Tag drei.

5.2.15 18:36, kommentieren

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Die Tage in der Klinik, Tag eins.

Nach gefühlten Stunden kam der Stationsarzt. Ich denke das die erste Untersuchung bei ziemlich vielen Patienten gleich ist. Blutdruck, Puls, Anamnese und in meinem Fall seit wann und wieviel getrunken? Ich weiß heute das ich viel zu lange viel zu viel getrunken habe. Seit wann ich nicht mehr aufhören konnte? Keine Ahnung. Ich hatte das Gefühl bis ca 2010 mein Trinkverhalten komplett kontrolliert zu haben. Dann kam die Trennung von meiner Lebensgefährtin und damit verbunden sehr wenig Kontakt mit meinen Kindern.Als ich dann allein in einer Wohnung lebte dachte ich nur noch an Party. Mehrmals die Woche viel bis sehr viel Alkohol. Hatte aber immer noch das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben.Das ging bis Dezember 2012. Da hat meine Firma alle Leiharbeiter "freigestellt". von da an war Alkohol mein ständiger Begleiter. Spätesten zum Jahreswechsel 2012-2013 konnte ich es nicht mehr leugnen, ich bin Alkoholiker. Bis Ende Januar 2013 habe ich es auf minimum drei Flaschen Whisky gebracht. Vor Flasche zwei war ich nicht in der Lage irgendetwas zu tun. Wie gesagt, bei der Untersuchung hatte ich 2,3 Promille und schon die schlimmsten Entzugserscheinungen. Ich musste aber noch bis Mittag warten bevor ich medikamentöse Unterstützung bekam. Nach der Medizin ging es mir besser. Das zittern und beben des ganzen Körpers lies ein wenig nach und ich konnte eine rauchen gehen und einen Kaffee trinken. Nachmittag kam dann meine grosse Tochter zu mir, sie hatte Wort gehalten, um mir den ersten Tag ein bisschen zu erleichtern. Später dann, als sie wieder weg war gab es Abendbrot auf dem Zimmer. Ich konnte nicht essen. Hab einmal am Brot geknabbert und einen schluck Tee getrunken. Erstaunlicherweise ist mir der Tee gut bekommen. Die Nacht vom 25.02 zum 26.02. war .... schlaflos. Ich habe die halbe Nacht auf dem Flur gesessen und gelesen. Mein Puls lag bei den Messungen bei 130-140 und der Blutdruck bei 210 zu 110. Keine Chance zu schlafen. Nächster eintrag demnächst. Der zweite Tag.

2.2.15 20:23, kommentieren